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Wiedersehen nach 57 Jahren

09.06.2026 | Künstler Franz Gassner besucht sein Werk im Rathaus Frastanz.

Franz Gassner vor der von ihm gestalteten Kupfertafel.

Einen besonderen Besuch durfte die Marktgemeinde Frastanz am 08. Juni 2026 im Rathaus begrüßen: Der 85-jährige Künstler Franz Gassner, geboren in Frastanz und wohnhaft in Lustenau, besichtigte eine von ihm gestaltete Kupfertafel, die seit 1969 das Rathaus ziert.

Nach seinem Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien erhielt er vom damaligen Bürgermeister Egon Tiefenthaler den Auftrag, einen Plan von Frastanz anzufertigen. Gassner setzte die Karte als Kupfertafel im Maßstab 1:5.000 mit großer Sorgfalt und viel handwerklichem Geschick um. Die kunstvoll gestaltete Tafel ist bis heute im Rathaus erhalten und zeigt das Ortsbild der Gemeinde vor mehr als einem halben Jahrhundert.

Sichtlich bewegt zeigte sich Franz Gassner bei seinem Besuch. Mit Freude in der Stimme erzählte er von der Entstehungsgeschichte der Kupfertafel und erinnerte sich daran, wie ihm der damalige Bürgermeister den Auftrag übertrug. Eindrucksvoll schilderte er die akribische Arbeit, die für die Umsetzung des Plans erforderlich war. Jede Straße, jedes Gebäude und zahlreiche weitere Details mussten präzise auf die Kupferplatte übertragen werden. Dabei überließ er nichts dem Zufall und gestaltete sogar die Schriftart der Beschriftungen selbst.

Für Franz Gassner war es ein besonderer Moment, sein Werk 57 Jahre nach dessen Entstehung wiederzusehen. Gleichzeitig bot der Besuch die Gelegenheit, gemeinsam auf ein Stück Frastanzer Ortsgeschichte zurückzublicken. Die Kupfertafel ist nicht nur ein künstlerisches Zeugnis ihres Schöpfers, sondern auch ein wertvolles Dokument der Entwicklung der Marktgemeinde Frastanz. Noch heute ist die Tafel für Personen, die ins Rathaus kommen, ein Blickfang. Auch bei Rathaus-Besichtigungen von Schülerinnen und Schülern ist die Kupfertafel eine Station bei den Führungen.

AAAA

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