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„Vielfaltertag“ im Frastanzer Ried

15 Freiwillige rückten am 10. Juli 2020 mit Heugabel, Sense und Rechen aus, um „Neu-Pflanzen“ wie Goldruten und Springkraut zu entfernen.

Fotoquelle: Daniel Leissing

Das Europaschutzgebiet „Frastanzer Ried“ ist das größte Feuchtgebiet und die bedeutendste Tal-Vermoorung im Walgau. Durch jahrhundertelange extensive landwirtschaftliche Streuwiesennutzung konnte sich hier eine herausragende Artenvielfalt entwickeln, die auch heute noch von den Bewirtschaftern durch eine einmalige, herbstliche Mahd ab September erhalten wird.

Eine Herausforderung, mit der das Frastanzer Ried nicht allein dasteht, ist das Vordringen von Neophyten wie Goldruten und Springkraut. Diese problematischen „Neu-Pflanzen“, die aus Nordamerika und Asien stammen, haben sich bereits in vielen Teilen des wertvollen Rieds etabliert und bedrohen die ökologischen Kostbarkeiten des 39 Hektar großen Feuchtgebiets. Durch jährliches Mähen und Ausreißen der Problempflanzen noch vor der Blüte sollen deren Bestände dezimiert und die weitere Ausbreitung verhindert werden. Eine derartige Aufgabe ist jedoch nicht ohne den tatkräftigen Einsatz freiwilliger Naturschützer zu meistern.

Am Zeugnistag rückten daher 15 naturbegeisterte Helferinnen und Helfer mit Heugabel, Sense und Rechen aus, um im Rahmen eines „Vielfaltertags“ Goldrute und Springkraut zu Leibe zu gehen. Mit dabei waren engagierte Frastanzerinnen und Frastanzer, Bürgermeister Walter Gohm, die Gemeinderäte Michaela Gort, Gerlinde Wiederin, Vesi Markovic, Rainer Hartmann sowie Mitglieder der Gemeindevertretung.


„Ohne die Mithilfe dieser engagierten Menschen wäre diese dringend notwendige und erfolgreich umgesetzte Aktion nicht möglich gewesen“, bedankte sich Daniel Leissing vom Regionsmanagement Europaschutzgebiete. Einen besonderen Dank sprach er an Markus Burtscher von der Marktgemeinde Frastanz und an Josef Mock, dem Obmann der Riedgenossenschaft, für deren wertvolle Unterstützung und Mitarbeit aus.

Bei schwülheißer Witterung wurde ordentlich angepackt, und das aufziehende Gewitter spornte die Mitschaffenden nur noch mehr an. Der kühlende Regen nach getaner Arbeit sowie eine Getränkespende der Brauerei Frastanz sorgten für die notwendige Erfrischung.

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