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Tunnelanschlag für Haupttunnel

Mit der Anschlagfeier am 06. März 2026 hat der Bau des Haupttunnels des Stadttunnels Feldkirch offiziell begonnen.

Fotoquelle: Land Vorarlberg/B. Hofmeister

„Der heutige Tunnelanschlag ist ein historischer Moment für dieses Projekt, für Feldkirch und für ganz Vorarlberg. Nach vielen Jahren der Planung und von Vorbereitungsarbeiten beginnt nun die Umsetzung des Herzstücks eines Projekts, das für Generationen gedacht ist“, so Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Christoph Bitschi.

Das Land Vorarlberg, die Stadt Feldkirch und die Vorarlberger Energienetze GmbH, Vertreter der ausführenden ARGE Jäger Bau/STRABAG/Hilti & Jehle sowie geladene Gäste kamen im künftigen Portalbereich in der Felsenau zusammen, um den Auftakt für die Umsetzung dieses Tunnelprojekts gemeinsam zu begehen.

„Der Stadttunnel wird den Verkehr aus dem Lebensraum der Stadt holen und damit für tausende Menschen spürbar mehr Ruhe, bessere Luft und höhere Lebensqualität bringen. Gleichzeitig eröffnet er an der Oberfläche neue Möglichkeiten für die Stadtentwicklung, für sichere Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad sowie für einen verlässlichen öffentlichen Verkehr. Dieses Projekt zeigt, dass wir Mobilität und Lebensqualität gemeinsam denken. Der Stadttunnel Feldkirch ist daher weit mehr als ein Infrastrukturprojekt – er ist eine Investition in die Zukunft der gesamten Region“, sagte Landeshauptmann Wallner in seiner Ansprache.

Projekt mit langer Geschichte
Dem Tunnelanschlag gingen jahrzehntelange Überlegungen und viele Jahre Planung voraus. Aufgrund des hohen regionalen und grenzüberschreitenden Verkehrsaufkommens stauen zu Stoßzeiten seit jeher Fahrzeugkolonnen durch die Feldkircher Innenstadt. Bereits als in den 1970er Jahren der Pfändertunnel geplant wurde, gab es Überlegungen für eine Umfahrung.

Der Stadttunnel Feldkirch war das Ergebnis eines mehrjährigen, konsensorientierten Planungsverfahrens. Dabei wurden 48 Varianten untersucht. Die 2009 vorgestellte Bestvariante umfasst einen unterirdischen Kreisverkehr mit vier Ästen (Felsenau, Altstadt, Tisis und Tosters). 

Entlastung für Feldkirch und Fellengatter
Der Stadttunnel wird den Gesamtverkehr an der Bärenkreuzung um etwa ein Viertel verringern, den Schwerverkehr sogar um fast zwei Drittel. Zwischen Tisis und der Felsenau wird sich die Luftgüte deutlich verbessern. Und auch der Marktgemeinde Frastanz bringt der Stadttunnel mehr Lebensqualität. „Im Ortsteil Fellengatter/Maria Grün werden durch die Verlegung der 110-kV-Leitung in den Tunnel die Hochspannungsmasten aus dem Landschaftsbild verschwinden“, erklärt Bürgermeister Walter Gohm. „Außerdem wird der Schleichverkehr deutlich abnehmen.“ Nach der Fertigstellung des Stadttunnels plant die Marktgemeinde zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

Geänderter Bauablauf
Der nun begonnene Vortrieb des Haupttunnels wird voraussichtlich bis Herbst 2028 dauern. Parallel wird am Innenausbau des Stadttunnels gearbeitet. Zuletzt folgt die Tunnelausrüstung. Dazu zählen alle technischen Anlagen, die eine sichere, reibungslose Nutzung gewährleisten, wie Beleuchtung, Belüftung, Verkehrsleit- und Notrufsysteme. Im Dezember 2025 wurde bei der UVP-Behörde ein Änderungsantrag eingebracht. Durch einen optimierten Ablauf sollen die Bauarbeiten beschleunigt und Kosten reduziert werden.

Ombudsstelle
Für alle Anliegen rund um den Bau des Stadttunnels Feldkirch wurde eine Ombudsstelle eingerichtet. Jeden Dienstag von 17:00 bis 19:00 Uhr ist im Infozentrum Stadttunnel Feldkirch am ehemaligen Schulbrüderareal eine Ansprechperson vor Ort. Fragen können auch per E-Mail oder Telefon gestellt werden: ombudsstelle@stadttunnel-feldkirch.at, Tel. +43 664 51 50 410.

Online auf dem Laufenden
Umfassende Informationen zum Stadttunnel Feldkirch erhalten Interessierte auf der Webseite www.stadttunnel-feldkirch.at sowie über den dort angebotenen Newsletter.

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