Ursprünglich geht der Brauch auf das 18. Jahrhundert zurück, als Bauern aus Frastanz landwirtschaftliche Flächen im Schaaner Ried in Liechtenstein besaßen. Ihre Knechte, im Volksmund „Züner“ genannt, markierten und kontrollierten diese Grundstücke – und wurden im Laufe der Zeit zum Symbol für Besitz und gute Partie. Im Volksmund hieß es: „Züner sind iglada zum Land neu izüna“ – ein Ausdruck, der die Mitgift und den Besitz bezeichnete, den junge Eheleute mit in die Ehe brachten.
Mit der Zeit diente das abgelegene Schaaner Ried versteckt Liebespaaren als Treffpunkt. Nachdem sich frühere Feindschaften zwischen Bauernfamilien gelegt hatten, entstand aus dieser Tradition ein öffentlicher Nachtumzug, der ursprünglich am Faschingsdienstag stattfand, später jedoch auf den Faschingsmontag verlegt wurde, um kirchlichen Bedenken Rechnung zu tragen. Bei diesem Umzug wurden die Ledigen aus Frastanz aufgerufen und eingeladen miteinander ins Schaaner Ried zu fahren.
Verzicht auf Feuerwerk
Einmal mehr lässt das 1964 gegründete Faschingskomitee Frastanz diesen Brauch aufleben. Dieses Jahr wird auf ein Feuerwerk bewusst verzichtet, denn der Knall der Geisler und das Treiben der Züner sollen im Dunkel der Nacht genug Wirkung entfalten. Dieses klare Bekenntnis zu Tradition und Brauchtum unterstreicht laut dem Obmann des Faschingskomitees den Wunsch, „moderner Fasching mit Wurzeln“ zu feiern.
Straßensperren
Während des Schaaner Ried Fahrens kommt es zu Straßensperrungen im Ortszentrum. Dadurch können die Bushaltestellen Bahnhofstraße, Gemeindeamt, Mühlegasse und Auf Kasal nicht bedient werden. Ersatzhaltestelle ist die Bushaltestelle Bahnhof Frastanz.
Übersicht
Schaaner Ried Fahren
Montag, 16.02.2026, 19:30 Uhr
Ortszentrum Frastanz
Link
Faschingskomitee Frastanz
