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Sicher unterwegs auf Vorarlbergs Alpen

05.08.2026 | Damit Mensch, Tier und Natur gleichermaßen geschützt werden, sind Respekt, Rücksicht und das richtige Verhalten im Alpgebiet besonders wichtig.

Fotoquelle: (c) Diemtar Denger - Vorarlberg Tourismus

Vorarlbergs Alpen sind beliebte Ausflugsziele für Einheimische und Gäste. Gleichzeitig sind sie Arbeitsplatz für rund 1.000 Älplerinnen und Älpler sowie Sommerweide für etwa 40.000 Tiere. Das Land Vorarlberg appelliert in einer Aussendung an alle Besucherinnen und Besucher, Rücksicht auf Mensch, Tier und Natur zu nehmen.

„Unsere Alpen sind Erholungsraum und zugleich wichtige Wirtschafts- und Lebensräume. Mit Respekt und Abstand zu den Tieren leisten Besucherinnen und Besucher einen wichtigen Beitrag für ein sicheres Miteinander“, so Landesrat Christian Gantner.

Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche Vorarlbergs wird alpwirtschaftlich genutzt. Die Beweidung hält die Berglandschaft offen, verhindert Verbuschung und trägt zum Erhalt der charakteristischen Kulturlandschaft bei. Die gepflegten Alpflächen sind das Ergebnis jahrhundertelanger Bewirtschaftung und täglicher Arbeit.

Abstand zu Weidetieren halten
Auch wenn Weidetiere an Menschen gewöhnt sind, reagieren sie auf Lärm, hektische Bewegungen oder direkte Annäherungen sensibel. Besonders Mutterkühe schützen ihre Kälber. Besucherinnen und Besucher sollten daher ausreichend Abstand halten, Tiere weder füttern noch bedrängen. „Weidetiere sind Nutztiere und keine Streicheltiere. Wer Ruhe bewahrt und Abstand hält, sorgt für Sicherheit auf den Alpen“, erklärt Gantner.

Hunde an die Leine
Besondere Vorsicht ist bei Wanderungen mit Hunden geboten. Weidetiere können Hunde als Bedrohung wahrnehmen, insbesondere wenn Kälber in der Herde sind. Hunde sollten deshalb stets angeleint und unter Kontrolle geführt werden. Kommt es zu einer kritischen Situation, empfiehlt es sich, den Hund von der Leine zu lassen, damit er selbstständig ausweichen kann.

10 Regeln für einen sicheren Umgang mit Weidevieh

Das Land Vorarlberg erinnert gemeinsam mit den Verantwortlichen der Alpwirtschaft an folgende Verhaltensregeln:

  1. Kontakt vermeiden: Weidetiere nicht streicheln oder füttern und immer ausreichend Abstand halten. 
  2. Ruhig verhalten: Nicht schreien, laufen oder Tiere durch schnelle Bewegungen erschrecken. 
  3. Mutterkühe besonders beachten: Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Herden mit Jungtieren großräumig umgehen. Begegnungen von Mutterkühen und Hunden vermeiden.
  4. Hunde kontrollieren: Hunde an der kurzen Leine führen. Bei einem unmittelbar drohenden Angriff den Hund sofort ableinen. 
  5. Markierte Wege nutzen: Gekennzeichnete Wander- und Radwege nicht verlassen und gesperrte Bereiche beachten. 
  6. Tieren ausweichen: Versperren Tiere den Weg, mit möglichst großem Abstand umgehen oder abwarten. Fahrräder gegebenenfalls schieben. 
  7. Ruhe bewahren: Kommen Tiere näher, nicht davonlaufen und ihnen nicht den Rücken zukehren. Ruhig ausweichen und Abstand gewinnen. 
  8. Warnzeichen ernst nehmen: Bei zunehmender Unruhe der Tiere die Weidefläche ruhig, aber zügig verlassen. 
  9. Zäune und Gatter beachten: Vorgesehene Durchgänge verwenden und Gatter nach dem Passieren zuverlässig schließen. 
  10. Menschen, Tiere und Natur respektieren: Den Anweisungen des Alppersonals folgen und auf die landwirtschaftliche Arbeit, Natur und Tiere Rücksicht nehmen.