Wie Klimaanpassung direkt vor Ort umgesetzt werden kann, zeigte die Marktgemeinde Frastanz gemeinsam mit dem Verein Bodenfreiheit bei einem Entsiegelungs-Workshop in der Schmittengasse. Im Zuge des Projekts wurden Asphaltflächen entfernt, begrünt und mit Bäumen ergänzt.
Als e5-Gemeinde setzt sich Frastanz mit Energieeffizienz, Klimaschutz und einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung auseinander. „Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels wird immer wichtiger. Die Entsiegelung in der Schmittengasse und der begleitende Workshop zeigen ganz konkret, wie solche Maßnahmen umgesetzt werden können“, erklärt Martin Dünser.
Beim Workshop erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die praktische Umsetzung von Entsiegelungsmaßnahmen. Sie lernten, wie Asphalt entfernt, ein geeigneter Bodenaufbau hergestellt und anschließend eine Schotterrasenmischung angesät wird. Dafür wurde Kies mit A+-Kompost von der nahegelegenen GrünGutErde_Walgau GmbH vermischt. Der Pflegeaufwand ist bei einer solchen Mischung geringer als bei normalen Rasenflächen, die Pflanzen werden länger stehen gelassen, enthaltene Blühpflanzen und Kräuter sollen nämlich blühen können. Solche Flächen verbessern die Versickerung von Regenwasser, fördern die Biodiversität und wirken der sommerlichen Überhitzung entgegen.
Neben den entsiegelten Flächen wurden in der Schmittengasse auch Bäume gepflanzt. Sie spenden Schatten, schaffen Lebensräume und tragen zu einem angenehmeren Ortsbild bei. Zusätzlich sorgen die neu gestalteten Grüninseln für eine Verkehrsberuhigung und erhöhen die Sicherheit für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende im Umfeld des Sozialzentrums und des Bildungszentrums Hofen.
Mit dem Projekt wurde eine Fläche ökologisch aufgewertet und gezeigt, wie auch kleinere Maßnahmen einen wertvollen Beitrag zu Klimaanpassung und Lebensqualität leisten können.
