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Kooperationsstrategie für den Walgau - Oder: Wo der Walgau hin möchte

Der langjährige Amtsleiter eines Gemeindeamtes geht in Pension, der Mitarbeiter im Bürgerservice erkrankt -  woher nun die Expertise nehmen, wenn die Gemeinden personell oftmals sehr knapp aufgestellt sind?

Ausgehend von dieser Fragestellung aus den kleinen Jagdberggemeinden Düns, Dünserberg, Röns und Schnifis haben sich die weiteren Gemeinden des Unteren Walgaus (Frastanz, Göfis, Satteins und Schlins) zu einem Austausch getroffen und im Regio-Vorstand mit allen Bürgermeistern weiter diskutiert. Dort wurde im Juli 2020 ein-stimmig beschlossen, eine allgemeine Kooperationsstrategie für den Walgau zu erarbeiten.

Zahlreiche Interviews in allen 14 Regio-Gemeinden, eine Auftaktveranstaltung sowie anschließende weitere vier Workshops später war klar: Ein Kooperationsplan muss nicht nur zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Projekten unterscheiden, sondern auch verschiedene Beteiligungen ermöglichen. Es müssen also nicht alle 14 Regio-Gemeinden in alle besprochenen Kooperationspotenziale eingebunden sein. Jede Gemeinde bzw. Teilregion hat ihre eigenen Bedürfnisse und Prioritäten, auf die Rücksicht genommen werden wird.

Themenpalette
Aufgrund der Corona-Situation fand der Großteil der Veranstaltungen virtuell statt. Unterstützt vom Gemeindeverband und zwei externen Experten wurde eine breite Themenpalette gesammelt. Die Workshops fanden mit allen Gemeinden statt. Obwohl Online-Sitzungen Distanz vermitteln (im wahrsten Sinne des Wortes) waren die 14 Regio-Gemeinden im engen und intensiven Austausch miteinander. Mögliche Handlungsfelder und –bereiche wurden präsentiert und jeweils im Anschluss an den Workshop von den Bürgermeistern evaluiert. Eine Matrix hat die Vielzahl an erhobenen Stoßrichtungen bewertet und es war viel Platz für angeregte Debatten.

Erarbeitung einer Umsetzungs-Roadmap
Für die Teilnehmenden war es wichtig zu betonen, dass Kooperationspotenziale möglichst konkret und gut nachvollziehbar sein sollen. Eine Prioritätenreihung für die nächsten Jahre spiegelt die vielfältigen Kooperationspotenziale am besten wider, eine entsprechende Übersicht inkl. Grafik – die sogenannte Roadmap – verdeutlicht das gemeinsam Erarbeitete als möglichen Zeitplan für die nächsten Jahre.

Vielfalt im Kleinen ganz groß
Wenn wir hier jetzt nur wenige Beispiele ansprechen, dann ergibt sich dennoch bereits eine große Themen-Vielfalt: Ganz oben stehen Kooperationsideen zu Kultur und Öffentlichkeitsarbeit: In beiden Bereichen hat bereits die Vernetzung begonnen und erste konkrete Ergebnisse werden schon im kommenden Frühjahr sichtbar. Weiters ist ein Wasserwerksverbund der Hanggemeinden Düns, Dünserberg, Schnifis, Röns mit Schlins und Bludesch im Rahmen einer langfristigen Strategie in Planung. Und die Jagdberggemeinden überlegen, gemeinsam ihre Gemeindearchive zu professionalisieren. Zudem wollen Stichworte wie „Verwaltungsspringerdienst“, „regionaler Lehrling“, „Feuerbeschau“ sowie „Grünmüll-Entsorgung“ in einer weiterführenden Strategie behandelt werden.

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