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«Drei-Länder-Naturpark Rätikon» ist gescheitert

Es war ein ambitioniertes Vorhaben: Drei Regionen in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich planten einen grenzüberschreitenden Naturpark rund um den gemeinsamen Rätikon. Im Prättigau wurde über die Naturpark-Idee am ersten März-Wochenende 2021 abgestimmt. Das Ergebnis brachte ein deutliches Nein.

Mit einer Fläche von über 1.000 Quadratkilometern sollte mit dem «Internationalen Naturpark Rätikon» einer der größten Naturparke im Alpenraum entstehen. Naturparke sind Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung und bauen auf den vier Säulen Regionalentwicklung, Erholung, Schutz und Bildung auf. Den Anstoß für das internationale Parkprojekt gab die Regionalentwicklung Prättigau/Davos in der Schweiz. Seit 2017 liefen die Vorarbeiten zu diesem ambitionierten Projekt. Im Juni 2020 wurde mit den erarbeiteten Machbarkeitsstudien deutlich illustriert, dass ein grenzüberschreitender Naturpark rund um den Rätikon möglich ist. Mit einer Reihe an Infoveranstaltungen und Workshops wurden bereits auch Projektideen für die drei Teilregionen und auf internationaler Ebene gesammelt, die in einem Naturpark umgesetzt werden könnten. Dies wird nun nicht mehr in dieser Form möglich sein. Denn in alle zehn Prättigauer Gemeinden haben das Projekt abgelehnt.

Reaktionen aus Vorarlberg
In Vorarlberg zeigen sich die Projektpromotoren aus den drei Rätikon-Talschaften Walgau, Brandnertal und Montafon sehr enttäuscht und sehen eine verpasste Chance für eine fruchtbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit unter dem Dach eines Drei-Länder-Naturparks. Während der Planungsarbeiten zum Internationalen Naturpark Rätikon entstand an Workshops, Infoveranstaltungen und gemeinsamen Treffen ein sehr guter Austausch rund um den Rätikon, neue Netzwerke konnten aufgebaut werden. Jedoch können mit diesem Abstimmungsergebnis aus der Schweiz auch die weiteren Naturpark Aufbauarbeiten in Vorarlberg nicht wie geplant weitergehen, da es immer das Ziel gewesen war, einen grenzüberschreitenden Naturpark und nicht nur einen Vorarlberger Naturpark Rätikon aufzubauen. Diese Idee kann nun nicht mehr realisiert werden.

Weitere Schritte
Am 23. März 2021 treffen sich die Projektpromotoren aus der Schweiz, Liechtenstein und Vorarlberg zu einer gemeinsamen Sitzung, um die weiteren Schritte zu besprechen und auch Möglichkeiten auszuloten, wie die aufgebauten Netzwerke für das eine oder andere grenzüberschreitende gemeinsame Projekt genutzt werden könnten.

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