News

Aus Grau wird Grün in der Mittelschule Frastanz

13.10.2026 | Die Mittelschule Frastanz hat einen klimafitten Schulhof bekommen.

©Marktgemeinde Frastanz

Neben neuen Grünflächen, Bäumen und Sträuchern entstand auch eine Outdoor-Klasse, die von den Schülerinnen und Schülern aktiv mitgestaltet wurde.

Ein naturnaher Lern- und Begegnungsraum, der künftig Schatten spendet, die Biodiversität fördert und Natur direkt erlebbar macht. Der Schulhof der Mittelschule Frastanz hat sich in den vergangenen Monaten sichtbar verändert. Im Zuge eines Entsiegelungsprojekts wurden große Asphaltflächen entfernt und durch versickerungsfähige Flächen ersetzt. Schotterrasen, zahlreiche neue Grünbereiche sowie Bäume und Sträucher sorgen künftig für ein angenehmeres Mikroklima und mehr Aufenthaltsqualität rund um die Schule. Die Bauarbeiten starteten bereits im Sommer, weitere Pflanzungen folgten im Herbst. Mit der Umgestaltung wurde zudem eine Schulstraßenregelung eingeführt. Dadurch konnte der Verkehr im unmittelbaren Schulumfeld beruhigt und die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen weiter verbessert werden.

Für Direktor Markus Böck ist die Neugestaltung ein wichtiger Schritt für die Schule: „Ein modernes Schulgelände soll nicht nur funktional sein, sondern auch Raum für Begegnung, Bewegung und Lernen bieten. Die neuen Grünflächen und die Outdoor-Klasse schaffen eine Umgebung, in der sich unsere Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen in der Natur sammeln können.“

Bereits im Vorfeld wurden die Jugendlichen in das Projekt eingebunden. Im Rahmen des LEADER-Projekts „BODAguat – Einfach entsiegeln und begrünen“ beschäftigten sich rund 95 Schülerinnen und Schüler mit den Auswirkungen versiegelter Flächen und entwickelten Ideen für die Zukunft ihres Schulhofs. Dabei entstanden zahlreiche Vorschläge für mehr Grün, zusätzliche Aufenthaltsbereiche und eine naturnahe Gestaltung des Außenraums.

Lernen unter freiem Himmel
Ein besonderes Highlight der Umgestaltung ist die neue Outdoor-Klasse. Dort haben die Schülerinnen und Schüler selbst Hand angelegt und Naschbeerensträucher gepflanzt. Die Klasse im Freien eröffnet neue Möglichkeiten für den Unterricht und macht Natur zum unmittelbaren Bestandteil des Schulalltags. „Die Idee der Outdoor-Klasse ist es, Lernen stärker nach draußen zu verlagern und Natur unmittelbar erfahrbar zu machen. Dass die Schülerinnen und Schüler selbst bei der Gestaltung und Bepflanzung mitgewirkt haben, schafft Identifikation und Verantwortung für diesen besonderen Ort“, freut sich Initiator David Böckle.

Ergänzt werden die neuen Grünflächen durch über 20 Bäume. Diese wurden bewusst ausgewählt: Sie sind an die Standortbedingungen angepasst, heimisch und bieten eine große Vielfalt an unterschiedlichen Gehölzarten. Dadurch entsteht nicht nur ein ökologisch wertvoller Lebensraum, sondern auch ein Lernort, an dem Schülerinnen und Schüler verschiedene Baumarten kennenlernen können. Mit ihrem Wachstum werden die Bäume zudem zunehmend Schatten spenden und dazu beitragen, dass sich das Schulgelände an heißen Sommertagen weniger aufheizt. Bürgermeister Walter Gohm sieht darin eine Investition in die Zukunft: „Asphalt- und Betonflächen können sich im Sommer auf über 50 Grad Celsius aufheizen, begrünte Flächen bleiben deutlich kühler. Mit der Entsiegelung schaffen wir daher nicht nur mehr Lebensqualität für die Schülerinnen und Schüler, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Klimawandelanpassung.“

Mehr Grün für besseres Klima
Die Planung und Umsetzung des Projekts erfolgte durch die Zusammenarbeit mit Markus Burtscher und Martin Dünser der Marktgemeinde Frastanz. Ziel war es, versiegelte Flächen zu reduzieren, Regenwasser wieder vor Ort versickern zu lassen und die Aufenthaltsqualität rund um die Schule nachhaltig zu verbessern. „Versiegelte Flächen können weder Wasser speichern noch zur Kühlung beitragen. Mit der Entsiegelung verbessern wir das Mikroklima, fördern die Artenvielfalt und schaffen Räume, die auch kommenden Generationen zugutekommen. Die große Vielfalt an heimischen Bäumen und Sträuchern macht das Schulgelände zudem zu einem wertvollen Lernraum unter freiem Himmel“, erklärt Markus Burtscher.

AAAA

Bildergalerie