Masterplan

Frastanz plant sich neu

Ein belebtes Dorfzentrum mit gemütlichen Cafés, Bars, Geschäften, Büros und vielen Wohnungen: Das wünschen sich die Frastanzer. Architekten aus der Marktgemeinde haben dazu einen Masterplan entwickelt, der am 04. März 2016 vorgestellt und diskutiert wurde. Die Zustimmung war überwältigend.
 

Vor fünf Jahren wurde in Frastanz ein Gemeindeentwicklungsprozess gestartet. „Wir wollen die Zukunft nicht dem Zufall überlassen, sondern sie aktiv gestalten“, rief Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel im Frühjahr 2011 die Bevölkerung auf, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen.

Was können und müssen wir tun, um unsere Umwelt zu schützen und Naherholungsräume zu sichern? Was ist notwendig, damit Wirtschaftsbetriebe auch künftig gute Voraussetzungen haben? Wie können wir Wohnraum auch für die nächsten Generationen sichern? Wie bewältigen wir den Verkehr der Zukunft? Solche und weitere Fragen werden in zehn verschiedenen „Handlungsfeldern“ bearbeitet. Dazu sind jeweils interessierte Frastanzer geladen, gemeinsam mit Fachleuten und politisch Verantwortlichen zukunftsfähige Positionen zu erarbeiten.

Der Prozess ist aufwendig, führt aber gerade auch deswegen zu Ergebnissen. In Sachen Verkehr zum Beispiel ist aus den Zukunftsgesprächen bereits ein konkretes Verkehrskonzept zum Thema „Straßen und Wege“ erarbeitet und beschlossen worden. Das Thema Kinderbetreuung und Schule mündete in ein Bildungskonzept, das die Basis für den aktuell in Planung befindlichen Um- und Neubau der Volksschule Frastanz-Hofen zu einem integrierten Bildungszentrum samt Kinderbetreuung und Kindergarten darstellt.

Schon zum Auftakt der Gespräche zur Gemeindeentwicklung wurde dem Handlungsfeld „Zentrumsentwicklung und Außenraumgestaltung“ besondere Priorität eingeräumt. Sechs Frastanzer Architekten brachten sich aktiv in das Thema ein und erarbeiteten den Entwurf für einen „Masterplan“ zum Ortszentrum.

Bei der Präsentation dieser Arbeit durch DI Martin Summer und Markus Amann am 04. März 2016 wurden einige Eckpfeiler und Ideen aufgezeigt, die für die Entwicklung eines echten Dorfzentrums positiv wären. Als künftiges Dorfzentrum großräumig betrachtet wurde der Bereich zwischen Rathaus, Kirche, Volksschule und altem Kindergarten. Prinzipiell wäre hier genügend Raum, um zahlreiche neue Gebäude zu errichten. Vor allem sollen neue leistbare Wohnungen entstehen, deren Mieter bzw. Eigentümer für sich schon für eine Belebung sorgen. Zum bestehenden Gasthof Kreuz, das mit seinem Gastgarten künftig das Zentrum des neuen Dorfplatzes bilden würde, sollen weitere Gastronomiebetriebe, Geschäfte und Büros angesiedelt werden. Der motorisierte Verkehr wird beruhigt, aber nicht ausgeschlossen. Für Fahrradler und Fußgänger sind neue Wege - und eine besonders positiv aufgenommene neue Brücke über die Stamina - angedacht. Das sanierungsbedürftige Rathaus sollte sich nach einhelliger Auffassung der Architekten zu einem multifunktionalen Gemeindehaus entwickeln.

Die etwa 90 Besucher der Masterplan-Präsentation befassten sich dann in verschiedenen Arbeitsgruppen mit den Vorschlägen. Die vorgestellten Grundlagen wurden durchgehend sehr positiv bewertet und durch zahlreichen zusätzlichen Ideen ergänzt. Diese Ideen werden von den „Dorfzentrums-Architekten“ in den nächsten Monaten bestmöglich in die Masterplanung eingearbeitet, sodass die Gemeindevertretung die entsprechenden Zukunftsbeschlüsse fassen kann.

„Die Planungsgrundlagen der Architekten und die Zustimmung der Beteiligten stimmen mich sehr positiv“, resümierte Bürgermeister Eugen Gabriel. Auch erste Gespräche mit den Besitzern der Grundstücke und Gebäude, welche in der Zentrumszone liegen, seien sehr konstruktiv verlaufen. Zuversichtlich ist Gabriel auch, was das Engagement von Investoren anlangt, die man für die Umsetzung der ehrgeizigen Pläne benötigt. „Allein die Tatsache, dass es mit diesem Masterplan klare Richtlinien für künftige Bebauungen geben wird, ist für Investoren sehr interessant“, betont Bgm. Gabriel.

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