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Der Verkehr beschäftigt

- auch die Menschen in Fellengatter. Das zeigte einmal mehr der Parzellenabend der Marktgemeinde Frastanz am 12.09.2019 in der größten Parzelle des Ortes.

Fotoquelle: H. Heilmann

Fotoquelle: H. Heilmann

Ortsvorsteher Alois Neyer konnte rund 180 Bewohnerinnen und Bewohner zum Parzellengespräch in der Volksschule Fellengatter begrüßen. Unter dem Motto „Berichte – Information – Gedankenaustausch – Kommunikation“ berichtete der Bürgermeister Walter Gohm über Entwicklungen in Frastanz wie Zentrumsgestaltung und Bildungszentrum. Einen Schwerpunkt legte er auf Themen mit Bezug auf Fellengatter: Mit einem Blick auf die Einwohnerzahl wurde klar, dass sich die Bevölkerungszahl von 1.200 im Jahr 1998 auf 1.400 im Jahr 2018 um 16% gesteigert hat. Im selben Beobachtungszeitraum hat die Anzahl der Haushalte um ca. 31% zugenommen. „Das zeigt, wie beliebt der Ortsteil Fellengatter als Wohnort ist“, so Gohm. 

Dass die Zunahme der Bevölkerung auch Herausforderungen mit sich bringt, zeigt vor allem das Thema Verkehr, welches an diesem Abend ausführlich diskutiert wurde. So wurden unter anderem Stimmen von jenen laut, die vom Pendlerverkehr über die Letze und Maria Grün besonders betroffen sind.  Eine Verkehrsentlastung solle laut Gohm unter anderem eine Verkehrsampel bringen, die noch im September 2019 in Tisis installiert wird. Damit soll der Stadtbus Feldkirch künftig laut Fahrplan über die Letze verkehren können und eine Letze-Überfahrt für den Pendlerverkehr unattraktiver werden.

Mit einem Signalgeber wird die Ampel aktiviert, sodass der Bus ohne massiven Gegenverkehr von Fellengatter über die Letzestraße nach Tisis fahren kann. Das war aufgrund des massiven Verkehrsaufkommens in den letzten Monaten nicht mehr möglich. Die Ampelanlage wird zudem zu den Stoßzeiten zwischen 16 und 18 Uhr für alle Verkehrsteilnehmer in Betrieb sein, damit die Überfahrt für Schleichwegbenutzer an Attraktivität verliert. Das Fahrverbot in den Morgenstunden von 7 bis 8 Uhr bleibt wie bislang bestehen. Mit Dauerzählstellen soll die Wirksamkeit dieser Maßnahme erfasst und bei Bedarf angepasst werden. Zudem sind sowohl mobile als auch fix installierte Radarboxen geplant.

Anregungen aus der Bevölkerung
Zum Thema Verkehr wurden weitere Anregungen aus der Bevölkerung vorgebracht: So  wurde die Furcht vor LKW-Abstellplätzen durch den Stadttunnel in der Felsenau und der Wunsch nach Lärmschutzwänden geäußert. Weiters wurde die Positionierung einzelner Verkehrspoller in der Fellengattner Straße und die Straßenwegmarkierung in der Felsenau kritisiert. Zudem wurde der Wunsch nach Instandsetzung einzelner Fußwegverbindungen und die Ausweitung der Buslinie 7 vorgebracht. Walter Gohm versprach sich den Anregungen anzunehmen und teilte mit, dass die Lärmschutzwände definitiv vor einer möglichen Errichtung des Stadttunnels aufgestellt werden. Zudem werde sich die Marktgemeinde Frastanz massiv gegen mögliche LKW-Abstellplätze wehren.

Kindergarten und Volksschule
Neben dem Thema Verkehr ging der Bürgermeister auch auf die Situation des Kindergartens und der Volksschule Fellengatter ein. Um einen gesicherten Kindergarten- und Schulweg entlang der Straße zu ermöglichen, wurden ein Gehweg  markiert und sechs neue Poller montiert. Auf Anregung der Anrainer wurde vonseiten der Marktgemeinde Frastanz ab dem Kindergarten ein Fahrverbot für die Schulgasse verordnet. Zudem wurde eine Bring- und Abholzone eingerichtet.

In der mittelfristigen Finanzplanung hat die Marktgemeinde Frastanz finanzielle Mittel für den Kindergarten und die Volksschule Fellengatter vorgesehen. Bisher wurde der Bestand digital erfasst und dem Architekturbüro DI Gruber übergeben. Gemeinsam mit den leitenden Pädagoginnen der Volksschule und des Kindergarten Fellengatters wird 2019 ein Raumkonzept erstellt. Daraus werden dann Möglichkeiten eines Neubaus oder einer Generalsanierung abgeleitet. Die Ergebnisse sollen im 1. Halbjahr 2020 vorliegen.

Bernardaheim
Zum Thema Flächenumwidmung stellte Walter Gohm klar, dass die Marktgemeinde Frastanz die landwirtschaftlichen Flächen um das Bernardaheim nicht umwidmen werde. „Wir wollen Grünflächen erhalten und nicht noch mehr Verkehr durch große Bauten nach Fellengatter ziehen“, bekräftigte der Bürgermeister. Womit sich ein weiterer Bogen zum Thema des Abends, dem Verkehr, spannte.

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