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Großes Interesse an Naturpark-Diskussion

Das Projekt für einen länderübergreifenden Naturpark Rätikon befindet sich aktuell in der Abklärungsphase. 

Bis Frühling 2019 wird als Grundlage für das weitere Vorgehen eine breit angelegte Machbarkeitsstudie erstellt. Sie soll klären, ob ein Naturpark im Rätikon überhaupt möglich ist und ob er auch einen Mehrwert für die Gemeinden in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz bringen würde. Ein zentrales Thema für die Machbarkeit ist die Abschätzung der Akzeptanz in der Bevölkerung. Diese wird in öffentlichen Workshops, mit Einbezug von Begleitgruppen und auch mittels Interviews evaluiert.

„Die Idee eines internationalen Naturparks Rätikon ist reizvoll und attraktiv. Es müssen aber noch viele Fragen sorgfältig geklärt werden“, so Landesrat Johannes Rauch bei der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung Mitte Jänner 2018 in Bürs. „Wir wollen alle Betroffenen und Interessensgruppen in die Diskussion einbeziehen, damit künftige Entscheidungen die größtmögliche Akzeptanz finden können“, so Rauch weiter. Das Land Vorarlberg hat gemeinsam mit acht Vorarlberger Gemeinden (darunter auch Frastanz) sowie dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweizer Region Prättigau eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die in den nächsten eineinhalb Jahren erstellt werden soll.

Gegenstand der Machbarkeitsstudie sind mögliche Entwicklungsinhalte, Akzeptanz, Finanzierbarkeit und die langfristige Sicherung eines Naturparks im Rätikon. Außerdem gilt es die rechtliche Verankerung von Naturparks im Vorarlberger Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung zu prüfen. Ebenso müssen der weitere Umgang mit den Schutzgebieten und Biotopen (beispielsweise Frastanzer Ried, Rellstal, Lünersee, Gamperdonatal) im Projektgebiet, Managementfragen für den Betrieb sowie mögliche Beeinträchtigungen und Konfliktpotenziale diskutiert und beurteilt werden. Dementsprechend nahmen beim ersten öffentlichen Infoabend samt Workshop in Bürs sehr viele Interessierte die Möglichkeit wahr, im Rahmen eines Workshops ihre Standpunkte und Anregungen einzubringen.

Verschiedene Aspekte
In diesem ersten Austausch ging es um Chancen und Herausforderungen bei den Themen Natur und Landschaft, Land- und Alpwirtschaft, Tourismus und Gewerbe, Kultur/Gesellschaft/Bildung sowie Jagd/Forst. Dabei wurde auch deutlich, dass die Kommunikation für die Umsetzung des Projekts von sehr großer Bedeutung ist. „Wir sind überwältigt, wie groß das Feedback in Vorarlberg ist“, so Projektbegleiterin Birgit Reutz von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. „Neben dem Workshop-Feedback fließen zudem alle Rückmeldungen aus einer breit angelegten Befragung in die Machbarkeitsstudie ein“, schildert Reutz.

Online-Umfrage
Diese Umfrage kann übrigens von allen Interessierten auf http://www.raetikon.net auch online ausgefüllt werden.

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