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Als Frisör von Bagdad nach Frastanz

Die Moll GmbH hat in der Kategorie „Kleinunternehmen“ den Integrationspreis vom Land Vorarlberg verliehen bekommen. 

Fotoquelle: VLK/A.Serra

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Unter dem Motto „Zusammenarbeit in Vielfalt“ waren im Rahmen des vierten Vorarlberger Integrationspreises Unternehmen gesucht, die Integrationsprozesse am Arbeitsplatz aktiv fördern. Eines dieser Unternehmen ist die Moll GmbH in Frastanz. Nach anfänglicher Skepsis hat der Friseursalon mit Kumail einen Flüchtling aufgenommen. „Kumail hat mit Freundlichkeit, Leistung, Interesse und Freude am Beruf überzeugt“, berichtet der Geschäftsinhaber Thomas Moll.

In Absprache mit allen Mitarbeitenden absolviert Kumail eine Berufsqualifikation mit dem Ziel einer Lehrabschlussprüfung im Friseurgewerbe. Die MitarbeiterInnen helfen Kumail beim Erlernen der Sprache und zeigen ihm die fachlichen Tätigkeiten an Modellen und Übungsköpfen, um sein Wissen zu erweitern. „Die Kunden freuen sich über die Fachkenntnisse, die er aus dem Irak mitgebracht hat“, schildert Moll, der Kumail mit seinen Stärken und Schwächen als Bereicherung für den Betrieb sieht.

Landesrat Erich Schwärzler würdigte bei der Verleihung des Integrationspreises im Landhaus jene Unternehmen, die erkennen würden, dass eine Belegschaft aus Mitarbeitenden unterschiedlicher Herkunft ein Erfolgsfaktor sein kann. "Einige Vorreiter in dieser Hinsicht haben wir heute vor den Vorhang geholt", würdigte Schwärzler das Engagement der Betriebe. "Wer Vielfalt als eine besondere Ressource bewusst fördert und professionell managt, weiß, dass sich das nicht nur auf die Motivation der Mitarbeitenden sondern auch auf das Geschäftsergebnis gewinnbringend auswirken kann", so Landesrat Schwärzler.

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